Jeder Mensch hat das Recht auf ein Dach über dem Kopf

Ein würdiges Zuhause ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Es ist so viel mehr als nur vier Wände und ein Dach. Es gibt den nötigen Raum, um Kraft zu tanken und sich geborgen zu fühlen. Kinder lernen, spielen und können sich entfalten.1,6 Milliarden Menschen weltweit haben kein solches Zuhause. Sie sind den Witterungen schutzlos ausgeliefert oder haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Sie leben in Wellblechhütten, notdürftigen Lehmhütten oder überfüllten Räumen. Diese Zustände wirken sich negativ auf sämtliche Lebensbereiche und die Entwicklungschancen der Kinder aus.

Ein würdiges Zuhause ist ein in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebenes Menschenrecht! Miserable Wohnbedingungen sind gleichzeitig Ursache und Folge von Armut.

 

Aufgrund der vielseitigen Effekte, die das Zuhause auf seine Bewohner hat, trägt die Arbeit von Habitat for Humanity zu einer Vielzahl der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals/SDG) bei. Im elften Ziel wird dabei ganz konkret auf die Verbesserung der Wohnsituation eingegangen.

 

Die HoffnungsBAUer in Kenia

Im September 2019 reisten 26 Freiwillige im Rahmen des ersten Teams „HoffnungsBAUer“ ins Village Kariunga und bauten an zwei Häusern für zwei Familien, darunter für die von Tekenoe.

 

Tekenoe Kimeine Lekiloku, ist 73 Jahre alt und kümmert sich um vier Waisenkinder. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters ihres Ehemanns und sich selbst, ist das Bestreiten des Lebensalltags sehr beschwerlich für die Familie. Trotzallem arbeitet sie auf einer der benachbarten Blumenfarmen, um ihrer Familie zumindest jeden Abend eine Mahlzeit zubereiten zu können. Das Haus, in dem Tekenoe mit ihrer Familie lebte, war sehr klein, bestand aus Schlammputz und Flechtwerk sowie einem grasgedeckten Dach. Die Familie hat oftmals versucht, das Dach eigenständig zu reparieren und dicht zu bekommen, indem sie eine Folie anbrachte, aber diese hilt nie lange. Die Sorge, dass die starken Winde das Dach vollständig wegfegten, war ständig da.

 


Die HoffnungsBAUer errichteten ein starkes und würdiges Haus, das ich jetzt mein Zuhause nenne – unvorstellbar! Ich bin so aufgeregt und glücklich! Stellen Sie sich vor, ich habe jetzt ein dauerhaftes Haus mit zwei Schlafzimmern, einer Küche und einem Badezimmer. Ich danke Gott wirklich für Habitat und die 'Wazungu's (weißen Besucher), die daran beteiligt waren, uns aus dem Barackenhaus, das wir hatten, herauszuholen .

Dies sind die konkreten Veränderungen

Es gab keine funktionierenden sanitären Anlagen: Jetzt tragen ein Wassertank, eine Latrine und der nahegelegene Brunnen zu einer verbesserten Gesundheit der Familien bei.

In den maroden Hütten gab es keine Möglichkeit für die Kinder, ungestört Hausaufgaben zu machen: Jetzt haben sie einen sicheren Ort zum Lernen.

Die Familien lebten in einem kleinen überfüllten Raum mit undichtem Dach: Jetzt dürfen sie ein sicheres und geräumiges Haus ihr Zuhause nennen.

Das Selbstbewusstsein litt enorm unter der Armut: Jetzt hat sich die Lebenssituation stark verbessert und damit auch das Selbstwertgefühl der Familien.

Durchschnittlich 90 Minuten zu Fuß benötigten die Frauen, um ihre Familien mit Wasser zu versorgen: Jetzt gibt es ein Wassergewinnungssystem im Dorf.

In der afrikanischen Kultur wird Regen immer als gute Nachricht angesehen. Der Beginn der Regenzeit ging mit dem Baubeginn des deutschen Teams einher und brachte trotz des Segens für den Boden Herausforderungen mit sich. So wurde u.a. die Lieferung von Baumaterialien stark behindert, da die Lastwagen auf den schlammigen Straßen stecken blieben. Auch tagsüber regnete es mitunter in Strömen, aber dies schmälerte den Arbeitseifer keineswegs. Sogar ein neuer Brunnen wurde in Kariunga erschlossen – seitdem können sich die Dorfbewohner auf kurzem Weg mit Wasser versorgen.

Voller Motivation und Hand in Hand mit lokalen Maurern bauten die HoffnungsBAUer eine Woche lang Stein auf Stein. Das Eintauchen in die kenianische Kultur, traditionelle Musik, lokale Küche und vor allem Freudentränen begleiteten die Abschiedsfeier am letzten Tag des Freiwilligeneinsatzes. Gefeiert wurden der Bau von zwei Häusern und die innerhalb weniger Tage entstandenen interkulturellen Freundschaften gleichermaßen. Das gegenseitge Kennenlernen, die verschiedenen Bautechniken, das Knüpfen neuer Beziehungen und das Verständnis des Lebensalltags im ländlichen Raum Kenias hat die HoffnungsBAUer nachdrücklich bewegt.

Auch wenn das Land in den Touristenzentren an der Küste oder im Business District Nairobis vergleichsweise wohlhabend erscheint, herrscht in vielen Regionen starke Armut. Fast die Hälfte der Kenianer lebt von weniger als einem Dollar pro Tag. 2,6 Millionen Waisen, Halbwaisen und anderweitig gefährdete Kinder sowie ein Großteil verwitweter Frauen haben keinen adäquaten Zugang zu grundlegender Infrastruktur. In den Slums des verstädterten Raums leben die Bewohner oftmals in winzigen, fensterlosen Wellblechhütten.

 

 

Im ländlichen Raum halten die aus Lehm bzw. Kuhdung gebauten Häuser der Regenzeit vielmals nicht stand und sind nicht selten von Parasiten befallen. Die Gefahr von – für Kinder mitunter lebensbedrohlichen – Krankheiten besteht für die Menschen unentwegt.
Der Bedarf nach sauberem Trinkwasser und würdigem Wohnraum ist immens.Habitat for Humanity baut in der Region Laikipia Brunnen zur dringend notwendigen Versorgung mit Trinkwasser sowie Häuser.

Die HoffnungsBAUer in Malawi

Habitat for Humanity baut mit Hilfe der HoffnungsBAUer Zugang zu Leitungswasser, Wasserkioske bzw. Kanalisation in Mtsiriza and Mtandire. Die Menschen in den Slums der Hauptstadt Lilongwe sind abhängig von Wasser aus Flüssen und Brunnen, die in der Trockenzeit teilweise ausdörren. Der Großteil der Einwohner nutzt zudem traditionelle Latrinen; dabei handelt es sich um Gruben, die nach der Kapazitätsgrenze zugeschüttet werden; aber auch offene Defäkation ist weit verbreitet. Zur Erhöhung des Wasservolumens werden darüber hinaus Brunnen in Schulen gebaut.

Weder die Schulen, noch ganze Gemeinden haben eine ausreichende Wasser, Sanitär und Hygiene-Infrastruktur. Da es auch in Schulen kein fließendes Wasser gibt, muss das Wasser in Eimern zum Trinken und zum Händewaschen zu sogenannten „Tippy-taps“ gebracht werden. Sich für das Wasser anzustellen, kostet die Schüler viel Zeit und verursacht Probleme bei der Teilnahme am Unterricht. Fehltage, die direkt oder indirekt durch diese Mängel verursacht werden, sind ein großes Problem für die SchülerInnen. Dazu zählt auch die mangelnde Versorgung für Mädchen während ihrer Monatsregel, dies führt oft zu monatlichem Schulschwänzen aus Scham. Aus diesem Grund werden mädchengerechte Latrinen in zwei Schulen gebaut. In der Schule von Mtandire wird zudem eine Handpumpe angebracht.

Das heißt, bei jeder Wasserentnahme wird ein Teil des geschöpften Wassers durch ein Rohr automatisch in den Wassertank geleitet. Diese Pumpe wird auch Haushalten aus der Umgebung der Schule zur Verfügung gestellt. Die Schulen erheben für die Nutzung der Pumpen ein kleines Entgelt, das Wartungsarbeiten der Wasserpumpen ermöglicht sowie Schulungen der Wasserkomitees und die halbjährlichen Wasserqualitätsprüfungen finanziert. Wasserkioske in weiteren Siedlungsteilen von Mtandire errichtet verdichten das Angebot von Wasser.

Weitere Schulungen zu Wartungsarbeiten der Pumpe sowie eine Informationskampagne in ausgewählten Siedlungsteilen zur Verbreitung von besseren Hygiene- und Sanitärpraktiken tragen zur Nachhaltigkeit des Projektes bei. In den Schulen soll die Ausbreitung von Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene verursacht werden, durch Trainings der Schülerschaft zu adäquaten Sanitär- und  Hygienepraktiken verringert werden. Aufklärungsarbeit zur Monatshygiene für Müttergruppen sowie Maßnahmen zur Behebung von Vorurteilen im Zusammenhang mit der Monatshygiene inklusive Trainings zur Herstellung von Textilbinden unter Einbeziehung der Gesundheitsbehörde leisten einen wichtigen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas und zur Stärkung der Schülerinnen und Frauen in den Gemeinden.

Malawi gehört laut UN Human Development Index zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Im durch die Agrarlandwirtschaft geprägten Land lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Die Wohnsituation unzähliger Menschen ist desolat.

Viele Männer, Frauen und Kinder leben häufig in kleinen, überfüllten Hütten ohne Fenster.

 

 

Zu den großen Problemen gehört darüberhinaus der eingeschränkte Zugang zu trinkbarem Wasser sowie die Kontaminierung von Böden und Gewässern. Erkrankungen wie die Cholera, aber auch schwere Durchfälle können, vor allem für Kinder und geschwächte Menschen, zur tödlichen Gefahr werden.

Diese Zustände stellen eine immense Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit der Bewohner dar.

 

Wir bauen. Gemeinsam. Für Menschen in Not.

Unternehmen des Baugewerbes und der Immobilienbranche, ganz gleich ob Bauunternehmen, Immobilienentwickler, Makler, Architekten und Ingenieure, Baustoffproduzenten und -händler oder Handwerksbetriebe – sie alle arbeiten jeden Tag dafür, dass Menschen glücklich in ein neues Zuhause ziehen oder ihr bestehendes verbessern können. Jetzt bauen sie Hoffnung.

Die HoffnungsBAUer unterstützen die Arbeit der Hilfsorganisation Habitat for Humanity und engagieren sich damit für benachteiligte Menschen in Katastrophengebieten, Entwicklungsländern und anderen beeinträchtigten Regionen. Gemeinsam verhelfen sie zu Stärke, Stabilität und Selbstbestimmung. Die Projekte sind ein Kampf gegen Armut und Chancenlosigkeit – weil jeder ein Zuhause braucht!