Jeder Mensch hat das Recht auf ein Dach über dem Kopf

Ein würdiges Zuhause ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Es ist so viel mehr als nur vier Wände und ein Dach. Es gibt den nötigen Raum, um Kraft zu tanken und sich geborgen zu fühlen. Kinder lernen, spielen und können sich entfalten.1,6 Milliarden Menschen weltweit haben kein solches Zuhause. Sie sind den Witterungen schutzlos ausgeliefert oder haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Sie leben in Wellblechhütten, notdürftigen Lehmhütten oder überfüllten Räumen. Diese Zustände wirken sich negativ auf sämtliche Lebensbereiche und die Entwicklungschancen der Kinder aus.

Ein würdiges Zuhause ist ein in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschriebenes Menschenrecht! Miserable Wohnbedingungen sind gleichzeitig Ursache und Folge von Armut. Aufgrund der vielseitigen Effekte, die das Zuhause auf seine Bewohner hat, trägt die Arbeit von Habitat for Humanity zu einer Vielzahl der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals / SDGs) bei. Im elften Ziel wird dabei ganz konkret auf die Verbesserung der Wohnsituation eingegangen.

Wir bauen. Gemeinsam. Für Menschen in Not.

Unternehmen des Baugewerbes und der Immobilienbranche, ganz gleich ob Bauunternehmen, Immobilienentwickler, Makler, Architekten und Ingenieure, Baustoffproduzenten und -händler oder Handwerksbetriebe – sie alle arbeiten jeden Tag dafür, dass Menschen glücklich in ein neues Zuhause ziehen oder ihr bestehendes verbessern können. Die HoffnungsBAUer machen dies auch für Menschen in Not möglich! 

Die HoffnungsBAUer unterstützen die Arbeit der Hilfsorganisation Habitat for Humanity und engagieren sich damit für benachteiligte Menschen in Katastrophengebieten, Entwicklungsländern und anderen beeinträchtigten Regionen. Gemeinsam verhelfen sie zu Stärke, Stabilität und Selbstbestimmung. Die Projekte sind ein Kampf gegen Armut und Chancenlosigkeit – weil jeder ein Zuhause braucht!

Die HoffnungsBAUer in Malawi

Malawi gehört laut UN Human Development Index zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Unter anderem aus diesem Grund ist Malawi eines der ersten Schwerpunktländer der HoffnungsBAUer. Im durch die Agrarlandwirtschaft geprägten Land lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Die Wohnsituation vieler Menschen ist desolat. Viele Männer, Frauen und Kinder leben häufig in kleinen, überfüllten Hütten ohne Fenster. Diese Zustände stellen eine immense Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit der Bewohner dar. Zu den großen Problemen gehört darüberhinaus der eingeschränkte Zugang zu trinkbarem Wasser sowie die Kontaminierung von Böden und Gewässern. Erkrankungen wie die Cholera, aber auch schwere Durchfälle können, vor allem für Kinder und geschwächte Menschen, zur tödlichen Gefahr werden.

Habitat for Humanity ist seit über 30 Jahren in Malawi aktiv und setzt Projekte in den Bereichen Hausbau, Wasser, Sanitär und Hygiene (WaSH) sowie Katastrophenvorsorge und -hilfe um.
Das durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und durch die HoffnungsBAUer geförderte Projekt richtet sich an besonders gefährdete Familien in den Slums Mtsiriza und Mtandire sowie die Schüler der dortigen Schule.

Die Reparatur von Latrinen und Handwaschanlagen sowie die Einführung mädchengerechter Latrinen, die den Schülerinnen Sicherheit und Privatsphäre bieten, fördern die Gesundheit der Schulkinder und mindern überdies die Verschmutzung der Umgebung, des Bodens und des Grundwassers.

 

Trainings unterstützen eine bessere Hygienepraxis, welche die neuen Einrichtungen ergänzt. Schulungen zur Verbesserung von Kenntnissen um die Monatshygiene für Mütter und Töchter reduzieren zudem Fehltage in der Schule.Technische, rechtliche und finanzielle Beratungen gehören oftmals auch zu den umgesetzten Hilfsmaßnahmen.

Da die meisten Stadteile von Wasserknappheit betroffen sind, werden zur Verbesserung der Wasserversorgung sehr tiefe Brunnen zur Beförderung von trinkbarem Grundwasser in zwei Grundschulen gebohrt. Außerhalb der Schulen errichtet Habitat for Humanity ferner zwei Wasserkioske, an denen alle Einwohner Leitungswasser zu bezahlbaren Preisen kaufen können.

Im Projekt werden diverse lokale Partner wie Nachbarschaftsverbände, die Schulleitung, Schulkinder und Eltern sowie die Gesundheitsbehörde einbezogen. Die Brunnen verbessern den Zugang der Schulkinder zu sicherem Trinkwasser dramatisch und entlasten die Schule gleichzeitig finanziell. Die Reparatur der Latrinen und die Trainings verbessern die hygienischen Verhältnisse in der Schule und berücksichtigen zudem explizit die Schülerinnen. Das umfassende Projekt sieht vor, maßgeblich zur Verbesserung der Gesundheit der Schulkinder und des Schulbesuchs beitragen. Der Bau von Wasserkiosken und Trainingsmaßnahmen außerhalb der Schule erreicht zusätzlich die breitere Bevölkerung mit denselben Projektzielen.

Gemeinsam für Malawi – zusammen Hoffnung bauen!
 

 

Die HoffnungsBAUer in Kenia

Kenia ist neben Malawi eines der ersten Schwerpunktländer der HoffnungsBAUer.

Auch wenn das Land in den Touristenzentren an der Küste oder im Business District Nairobis vergleichsweise wohlhabend erscheint, herrscht in vielen Regionen starke Armut und der Bedarf nach menschenwürdigem Wohnraum ist immens. Fast die Hälfte der Kenianer lebt von weniger als einem Dollar pro Tag. 2,6 Millionen Waisen, Halbwaisen und anderweitig gefährdete Kinder sowie ein Großteil verwitweter Frauen haben keinen adäquaten Zugang zu grundlegender Infrastruktur.

In den Slums des verstädterten Raums leben die Bewohner oftmals in winzigen, fensterlosen Wellblechhütten. Im ländlichen Raum halten die aus Lehm bzw. Kuhdung gebauten Häuser der Regenzeit vielmals nicht stand und sind nicht selten von Parasiten befallen. Die Gefahr von – für Kinder mitunter lebensbedrohlichen – Krankheiten besteht für die Menschen unentwegt.
 

Habitat for Humanity baut im Rahmen eines speziell für diese Kinder in der Region Laikipia umgesetzten Projekts ein Zuhause, das sie vor gesundheitlichen Gefahren so schützt, dass sie zur Schule gehen, lernen und kindgerecht aufwachsen dürfen. Das Zuhause dient so als starkes Fundament, auf dessen Grundlage die Kinder eine maßgebliche Chance auf eine positivere Zukunft haben.

In diesem Projekt hat sich bereits 2018 das erste Freiwilligenteam der HoffnungsBAUer vor Ort engagiert und kam mit bewegenden Erinnerungen im Gepäck zurück.

Zurzeit baut Habitat for Humanity zusätzlich einen Brunnen zur Verbesserung der Wasserversorgung. Für 2019 ist außerdem der Bau weiterer Häuser durch die HoffnungsBAUer und ein erneuter Freiwilligeneinsatz in Laikipia geplant.

Habitat for Humanity ist bereits seit 1982 in Kenia aktiv und konnte so mehr als 20.000 Menschen in 250 Gemeinden unterstützen.

Gemeinsam für Kenia – zusammen Hoffnung bauen!

 

So arbeitet
Habitat for Humanity