Dieser Freiwilligeneinsatz wird auf April 2027 verschoben. Infos folgen.
Freiwilligenreise nach Koshi, Nepal
Im Rahmen eines finanziellen Projektbeitrages unterstützt die Initiative HoffnungsBAUer von Habitat for Humanity Deutschland das Projekt „Hausbau für vulnerable Familien in Nepal“.
Im März 2026 kommen Teilnehmende und Unterstützer der HoffnungsBAUer-Initiative zusammen, um im Rahmen eines Freiwilligeneinsatzes gemeinsam „hands-on“ ihren Beitrag zur Verwirklichung dieses Projektes zu leisten. Dabei wird sich das Team der HoffnungsBAUer an den Hausbauarbeiten beteiligen. Im so entstehenden Wohnraum finden dann besonders vulnerable Familien ein schützendes Zuhause.
Machen Sie sich stark!
Hand in Hand mit anderen Freiwilligen schaffen Sie durch ein Zuhause und errichten damit einen sicheren Ort für Menschen in Not.
WANN: 13. – 23. 03.2026
WO: Morang and Sunsari Districts in Nepal
TEAM: 10-20 Teilnehmende
KOSTEN: ca. 3.000 € exkl. Flug (davon sind 1.990 € Projektspende, die mit einer Spendenbescheinigung quittiert werden)
WAS: Während des Freiwilligeneinsatzes übernehmen Sie verschiedene Aufgaben, wie anrühren von Mörtel und Beton, Aushubarbeiten, mauern, Hilfstätigkeiten auf der Baustelle, etc.
Es sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich – jeder kann mitmachen!
AWAAS heißt Zuhause auf Nepalesisch
Schätzungsweise 1,5 Millionen Familien, das sind etwa 25 Prozent der Haushalte Nepals, sind landlos, davon eine Million aus Dalit-Gemeinschaften. Daten der nepalesischen Volkszählung von 2021 zeigen, dass fast die Hälfte der nepalesischen Bevölkerung in unzureichenden Wohnverhältnissen lebt, wobei etwa 10 % der Stadtbewohner:innen „landlose Hausbesetzer” sind. Trotz umfassender politischer Bestimmungen in der nepalesischen Verfassung und verschiedenen Richtlinien bestehen weiterhin Lücken in der Umsetzung von Wohn- und Landrechten. Habitat for Humanity gibt es in Nepal seit 1997 und konnte seitdem mehr als 200.000 Haushalte in den Regionen Zentral-, Ost- und Westnepal durch den Bau von Unterkünften zu Stärke, Stabilität und Selbstständigkeit verhelfen.
Als Reaktion auf fehlende und vor allem sichere Wohnunterkünfte hat Habitat for Humanity eine integrierte Länderstrategie für Nepal entwickelt, die Solidaritätsaktionen mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft, dem
Marktsystem und der Regierung umfasst, um würdigen Wohnraum zu schaffen, innovative und nachhaltige Wohnraumtechnologien einzusetzen. Ziel ist es zu einer gerechteren Gesellschaft in Nepal beizutragen und widerstandsfähigen Wohnraum für marginalisierte Gemeinschaften und einkommensschwache Menschen in Nepal zu fördern.

Da die Bauindustrie in Nepal immer noch stark auf emissionsintensive Materialien angewiesen ist (allein gebrannte Ziegel verursachen 32 % aller CO2-Emissionen in Nepal), wird das Land seine CO2-Reduktionsziele
verfehlen, wenn nicht schnell kostengünstige, emissionsarme Alternativen in großem Maßstab eingeführt werden können. Da Nepal eine hohe ethnische Vielfalt aufweist, ein besonders durch die Auswirkungen des Klimawandels betroffenes Land ist und einem hohen Risiko für Erdbeben, Erdrutsche und Überschwemmungen ausgesetzt ist, müssen alle Veränderungen im Bau- und Stadtentwicklungssektor diesen nationalen Gegebenheiten Rechnung tragen. Transformative Lösungen müssen kulturell akzeptabel und kostengünstig sein, eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturrisiken fördern und lokal verfügbare Baumaterialien verwenden. Angesichts der starken Fokussierung auf Gender und Vulnerabilität in Nepals Regierungsstrategie und den SDG-Zielen, wie sie in Nepals Vision „Prosperous Nepal, Happy Nepal” zum Ausdruck kommen, sollten sie auch Frauen und andere marginalisierte Gruppen
proaktiv einbeziehen und ihnen zugutekommen.
Bislang fehlen innovative Umsetzungsstrategien, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dies ist der Ausgangspunkt für das AWAAS-Projekt , das auf behandeltem Bambus als Alternative zu emissionsintensiven Baumaterialien aufbaut. Bambus ist eine ideale Lösung für Nepals Probleme im Wohnungsbau: Er ist kostengünstig, bindet Kohlenstoff, hat einen schnellen Wachstumszyklus und eine hohe Landnutzungseffizienz. Im Vergleich zu gebrannten Ziegeln ermöglicht er eine Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 60 % und Kosteneinsparungen von bis zu 40 % über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden, während er gleichzeitig eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegen Naturkatastrophen bietet. Bambus steht auch im Einklang mit dem Ziel der Regierung, degradierte Flächen wiederherzustellen, und erfordert lokale Wertschöpfungsketten, die wirtschaftliche Möglichkeiten für Frauen und marginalisierte Gruppen schaffen. Während Bambus international zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist dies in Nepal noch nicht der Fall, was vor allem auf die weit verbreitete Fehlannahme zurückzuführen ist, dass Bambus ein veraltetes und unsicheres Baumaterial ist. Um diese Vorurteile zu überwinden, ist eine Strategie erforderlich, die die Öffentlichkeit für das Potenzial von Bambus sensibilisiert, die Bauvorschriften entsprechend ändert und die technischen und wirtschaftlichen Vorteile kostengünstiger Bambushäuser in einem Pilotprojekt demonstriert. Ziel des Projekts ist es, ein Umfeld zu schaffen, das Bambus als emissionsarmes und erschwingliches Baumaterial fördert und gleichzeitig eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Vorteile gewährleistet.