Feierliche Übergabe von fünf Häusern

Anfang Dezember konnten Attoilon, Eiyen, Lolwai, Mercy, Morris und ihre jeweiligen Familien in Laikipia offiziell ihre Häuser beziehen.

Die 56-jährige Witwe Attoilon lebte zusammen mit acht Kindern in einer baufälligen Holzhütte. Drei ihrer eigenen Kinder gehen noch zur Schule, außerdem hat Attoilon nach dem Tod ihrer Tochter ihre fünf Enkelkinder zu sich geholt, um die sie sich nun ebenfalls kümmert. Da sie kein sicheres Einkommen hat, war das Hilfsprojekt ihre einzige Chance auf ein schützendes Zuhause. 
Jetzt leben Attoilon, ihre Kinder und Enkelkinder in einem stabilen Haus mit zwei Räumen mit sanitären Anlagen. Durch ein Wasserauffangsystem kann die Familie sich zudem mit Wasser versorgen und muss so nicht mehr kilometerlange Wegstrecken auf sich nehmen um an sauberes Wasser zu gelangen.

Eiyen lebt mit ihrem 72-jährigen blinden Ehemann zusammen und ist mit ihren 68 Jahren  nicht mehr in der Lage, ein schützendes und angemessenes Zuhause selbst zu erbauen. Die Familie ist auf ihren einzigen Sohn angewiesen, der seinen Lebensunterhalt durch Tagelöhner-Arbeiten im Umland verdient: so kann er die notwendigsten Bedürfnisse der Familie stillen. Weitere Einkünfte haben Eiyen und ihr Mann eigentlich durch eine kleine staatliche Rente, die jedoch nicht zuverlässig gezahlt wird. Nicht nur die baufällige Lehmhütte stellte eine starke Belastung dar. Es gab zudem keine sanitären Anlagen.. Durch die neue Latrine direkt am Haus und das Wasserauffangsystem wird Eiyen enorm entlastet und vorbei ist die Zeit, in der sie Wasser aus dem fünf Kilometer entfernten Fluss holen musste.

Lolwai, 57, ist Witwer und Vater von drei Kindern. Zudem kümmert er sich um seine 73-jährige Mutter, obwohl er selbst körperlich beeinträchtigt ist und deswegen nicht kontinuerlich arbeiten kann. Die Familie lebte in einem Provisorium aus Wellblechwänden und Lehmboden und ohne wirkliche Privatsphäre für die drei Töchter. Das neue Haus kann Lolwai nun über eine Rampe viel leichter betreten; das Haus selbst ist ebenerdig.

Mercy ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern. Die Verantwortung, Mutter und Alleinverdienerin zu sein, ohne eine beständige Form des Einkommens zu haben, wiegt schwer auf Mercys Schultern. Vor allen Dingen, weil ihre eigenen Eltern nicht leben, hat Mercy bis auf ihre Großmutter, bei der sie lebte, kein familiäres Sicherheitsnetz, auf das sie zurückgreifen kann. 
Damit Mercys Kinder, die alle im schulpflichtigen Alter sind, einen Ort zum Lernen haben, wurde für diese Familie ein sicheres Zuhause gebaut. 

Morris, 57, ist HIV-positiv und kümmert sich um zwei Kinder, Ann und John, die die weiterführende Schule besuchen. Um das möglich zu machen, obwohl Morris sich selbst als Gelegenheitsarbeiter verdingt, konnte Morris die baufällige Holzühtte, in der sie lebten, nicht renovieren, geschweige denn neu bauen. Dabei ist die Hütte eigentlich unbewohnbar - die Kinder hatten, sooft wie möglich, Zuflucht bei Freunden oder Verwandten gesucht. Mit dem neuen Haus können sich Ann und John richtig auf ihren Unterricht vorbereiten und nach ihrem Abschluss einen richtigen Job finden - das wünscht sich Morris von ganzem Herzen.