Das Engagement in Kenia geht weiter

Das Jahr 2020 steht auch in Kenia unter dem besonderen Einfluss der Corona Pandemie. Habitat for Humanity engagiert sich mit verschiedenen Maßnahmen, um den Menschen in dieser schwierigen Situation zu helfen. Es ist aber unmöglich zu Hause zu bleiben, wenn man keines hat. Deswegen bauen wir auch dieses Jahr in Kenia ein neues Zuhause für Menschen in Not.  

Hilfe für Priscilla
Priscilla (52) ist Witwe und kümmert sich um vier schulpflichtige Kinder. Priscilla lebt mit dem HIV-Virus. Sie arbeitet als Gelegenheitsarbeiterin auf nahe gelegenen Farmen. An sechs Tagen in der Woche verdient sie dabei 2 Dollar pro Tag. Die Familie lebt in einem kleinen Lehmhaus, dessen Dach undWände undicht sind. Trinkwasser entnimmt die Familie dem verunreinigten Fluss; eine Toilette haben sie nicht. 
Priscilla gehört aufgrund ihrer Infektion zur Corona-Risikogruppe. Arbeit findet sie aufgrund dessen kaum noch und der Familie fehlen finanzielle Reserven. Die Ausgaben aber für die Grundbedürfnisse Wohnen und Nahrung bleiben. 
Doch es gibt Hoffnung: Habitat for Humanity baut für sie auf dem Stück Land, das Priscillas verstorbene Schwester ihr vererbt hat, ein sicheres Haus mit einer Toilette und einem Wasserauffangsystem.

    Priscilla mit zwei ihrer Kinder

Ein neues Zuhause für Ephraim und Ruth

Der 21-jährige Ephrahim lebt bereits seit frühester Kindheit bei seiner Großmutter, die mittlerweile bereits 87 Jahre alt ist. Wie zahlreiche andere Kinder hat er seine Eltern an AIDS verloren; auch er trägt das Virus. Ephraim kümmert sich aufopfernd um die alte Dame. Er lebt in einer undichten kleinen Holzütte und ist Gelegenheitsarbeiter auf nahegelegenen Farmen; zur Erntezeit verdient er dadurch 2 Dollar pro Tag. Dieses Einkommen ist aber nicht sicher, denn oftmals findet er nur an drei Tagen pro Woche Arbeit. Durch die Corona-Pandemie hat sich dies weiter verschärft und derzeit kann er häufig tagelang keine Arbeit finden. Das fehlende Einkommen treffen seine Großmutter und ihn schwer. 
Wir haben Ephraim gefragt, was sein größter Wunsch wäre. „Ich würde eine moderne Toilette bauen, die meine Großmutter bequem benutzen könnte“, sagt uns der junge Mann. 
Dies kann nun in die Tat umgesetzt werden. Denn Habitat for Humanity verbessert mit dem Bau eines sicheren Hauses samt sanitärer Einrichtung und einem Wassertank die Lebenssituation der beiden ungemein – eine Erleichterung des Lebensalltags und für Ephraim ein Schritt in eine sicherere Zukunft.

    Ruth vor dem aktuellen Haus