Das Engagement in Kenia geht weiter

Das Jahr 2020 steht auch in Kenia unter dem besonderen Einfluss der Corona Pandemie. Habitat for Humanity engagiert sich mit verschiedenen Maßnahmen, um den Menschen in dieser schwierigen Situation zu helfen. Es ist aber unmöglich zu Hause zu bleiben, wenn man keines hat. Deswegen bauen wir auch dieses Jahr in Kenia ein neues Zuhause für Menschen in Not.  

Hilfe für Priscilla
Priscilla (52) ist Witwe und kümmert sich um vier schulpflichtige Kinder. Priscilla lebt mit dem HIV-Virus. Sie arbeitet als Gelegenheitsarbeiterin auf nahe gelegenen Farmen. An sechs Tagen in der Woche verdient sie dabei 2 Dollar pro Tag. Die Familie lebt in einem kleinen Lehmhaus, dessen Dach undWände undicht sind. Trinkwasser entnimmt die Familie dem verunreinigten Fluss; eine Toilette haben sie nicht. 
Priscilla gehört aufgrund ihrer Infektion zur Corona-Risikogruppe. Arbeit findet sie aufgrund dessen kaum noch und der Familie fehlen finanzielle Reserven. Die Ausgaben aber für die Grundbedürfnisse Wohnen und Nahrung bleiben. 
Doch es gibt Hoffnung: Habitat for Humanity baut für sie auf dem Stück Land, das Priscillas verstorbene Schwester ihr vererbt hat, ein sicheres Haus mit einer Toilette und einem Wasserauffangsystem.

    Priscilla mit zwei ihrer Kinder

Ein neues Zuhause für Selina und ihre Enkelkinder

Die 60-jährige Witwe Selina lebt zusammen mit ihren vier Enkelkindern, um die sie sich kümmert, in einer kleinen Lehmhütte mit Wellblechdach. Weder hat die fünfköpfige Familie genug Platz, noch bietet die aktuelle Behausung Schutz vor Regen – denn das Dach ist undicht. Auch Teile der Wände sind baufällig und nicht mehr stabil. Wasser holen Selina und ihre Enkelkinder aus dem 2 km entfernten Fluss oder einem Teich, der aber in der Trockenzeit kein Wasser führt. Selina hat kein sicheres Einkommen und ist auf die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen. „Wenn ich nicht mehr da sein sollte, möchte ich meine Enkel in einem sicheren Zuhause wissen“, sagt uns die HIV-positive Selina.